Donnerstag, 25. September 2008


Zur Vorbereitung meiner Tuchstrickaktion  habe ich mir ein deutschsprachiges Lace-Buch gekauft. Bei Amazon hochgelobt, war ich von dem Buch doch sehr enttäuscht. Kein Muster, was mir auf Anhieb gefällt, keine Anleitung, die mir einfach genug schien. Stattdessen burschikos (um nicht zu sagen klugsch…. ßerische) Kommentare der Autorin, „ei, Stricken können wir doch oder, das brauche ich nicht zu erklären“. Zumindest kommt das so rüber, sorry, aber dieses Buch ist nichts für mich. Da lob ich mir die alte Anleitung, nach der ich nun das Tuch angeschlagen habe.

Christine Nöller, Ajour, Lace ... oder einfach nur Löcher

Christine Nöller, Ajour, Lace ... oder einfach nur Löcher

Ich habe mich nun auch an ein Tuch herangewagt, erstmal was einfaches. Die Wolle ist ein Verlaufsgarn von Steffis Wollzauber. Die Wolle ist – gelinde gesagt – anstrengend zu verstricken. Die 4 Fäden des Garns sind nicht miteinander verzwirnt, sie sind lose. Bei jeder Masche muss man gucken, ob man alle vier Fäden erwischt. Eine Reihe dauert die dreifache Zeit. Die Materialzusammensetzung ist auch nicht so meine Welt: Baumwolle, Viskose, Acryl. Mal sehen, ob ich durchhalte. Wenn mir das Tuch-Stricken gefällt, werde ich mein nächstes Tuch auf jeden Fall aus Kauni-Wolle Stricken.

Tuch - Baumwolle, Viskose, Acryl

Tuch - Baumwolle, Viskose, Acryl

Das Muster stammt aus einer 70iger Jahre Zeitschrift meiner Schwiegermutter und ist recht einfach. Der Farbverlauf wird so erzeugt, dass von den vier einzelnen Wollfäden erst einer, dann zwei, dann drei und schließlich dann alle in der neuen Farbe beginnen. Rechts kann man schon nach dem Oliv das hellere Grün sehen, bislang zweifädig. Die Farben gehen dann noch ins Braun, Weinrot und Orange.

Wollknäuel

Wollknäuel

So sieht der Scan vom Wollknäuel aus, für ein Foto ist es hier leider zu dunkel. Ich denke, man kann aber ganz gut die einzelnen Fäden erkennen.