Beim Stricken heute ist mir folgende Frage gekommen: Was machen eigentlich Wollstrickerinnen, wenn sie feststellen, daß sie versehentlich von der Strickvorlage/-anleitung abgewichen sind oder sogar einen „Strickfehler“ begangen haben? Trennt ihr das Gestrickte auf und korrigiert es? oder legt ihr das Strickzeug erst mal auf unbestimmte Zeit zur Seite (und ärgert euch, daß euch das passiert ist)? oder könnt ihr Euch mit dem „Strickfehler“ arrangieren und bucht es unter „individuelle Machart“ ab? Was sind Eure Erfahrungen?

Zweifelsohne Strickanleitungen sind hilfreich! Z. B. beim Pulloverstricken (Musteranleitung und Größenangaben). Oder strickt ihr doch „kreativer“: Stellt die Strickmuster selbst
zusammen? Nehmt das Maßband zur Hand wegen Breiten- und Längenberechnung, oder sogar den Taschenrechner? Wie geht ihr vor, damit es Euer „Lieblingsstück“ wird?

Liebes Wollschaf,

das sind ja gleich viele Fragen auf einmal.

Also bei Strickfehlern wird grundsätzlich aufgeribbelt, es sei denn, das Muster ist mit Umschlägen, tiefer einstechen usw. so kompliziert, dass man mit dem auftrennen allein schon Fehler anrichtet. Falls es ein kleiner Fehler ist, z.B. wenn am Rand eine Masche fehlt, wird diese kurzerhand einfach rausgestrickt. Der Grundsatz ist jedoch aufribbeln, denn die eigenen Fehler vergisst man nicht, egal wie perfekt das fertige Werk aussieht.

Strickanleitungen habe ich kaum 1:1 nachgestrickt, ist viel zu langweilig. Ich kombiniere Farben und Muster und selbstverständlich muss alles an die Maße des Trägers angepasst werden, ich wähle also eher die kreative Methode.

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