Heute, am dritten Streiktag der BVG bin ich nun reichlich genervt. Denn unsere geheime und damit nicht zugestaute Strecke zum Kurfürstendamm hat 2 neue Baustellen und wurde durch viele andere Autofahrer entdeckt, so dass wir zur Arbeit 55 Minuten brauchten. Vor 1 und 2 Tagen waren es noch 30 Minuten. Das Szenario für die nächste Woche bei vollständigem Streik der Berliner Verkehrsbetriebe und der S-Bahn vermag ich mir noch gar nicht vorzustellen.

Ich jedenfalls habe kein Verständnis für die unbefristeten Streiks von GdL und Verdi.

Beide Gewerkschaften nutzen ihre Machtposition der Stadt Berlin gegenüber aus. Anderen Gewerkschaftsmitglieder gegenüber in Jobs und Branchen, deren Bestreikung nicht so „publikumswirksam“ wäre, ist dies genauso unfair wie gegenüber der Berliner Bevölkerung, die dann sehen kann, wie sie zur Arbeit kommt. Da bleibt nur das teure Taxi, falls man eins bekommt, denn nicht jeder hat ein Auto, ein Fahrrad oder einen Kollegen, der ihn mitnehmen kann. Und die Taxi- oder Autofahrt kostet ja auch mehr, als die Fahrt mit der BVG.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, seit die U-Bahn-Eingänge geschlossen sind, ist auch der Bäcker „Backwerk“ am Kurfürstendamm unerreichbar für die Kundschaft und damit geschlossen. Ich bin also genötigt, die Brötchen bei Wertheim zu kaufen, wo diese fast doppelt so teuer sind, wie beim Backwerk !

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