April 2008


Mein erster Färbeversuch. Ein Schal aus ehemals pink/lila/gelb gefärbter Wolle von „Frau Handgefärbt“ der mir erst gefiel, dann aber zu grell und zu bunt war, war mein erstes Färbestück.

Ich habe

  1. Farbe angerührt, einen Teelöffel voll, diese vorsichtig zu einer Paste und dann zu einer Lösung verdünnt,
  2. Essig zugegeben und zwar 2 Esslöffel voll,
  3. Gummihandschuhe angezogen, den Arbeitsplatz mit Folie ausgelegt,
  4. den Schal eingeweicht in lauwarmes Wasser mit etwas Perwoll, er blutet in pink aus,
  5. den Schal Zentimeter für Zentimeter (genau 1,20 m) mit der Lösung bepinselt, für gut befunden, allerdings zum Ende die Farbe doch etwas gestreckt (mein Fehler !)
  6. wieder eingerollt, in eine Mikrowellenform gegeben und
  7. 3 x 4 Minuten in der Mikrowelle „gegart „
  8. langsam abkühlen lassen und
  9. in lauwarmem Essigwasser gespült und aufgehängt.

Das Ergebnis sieht so aus:

Schal gefärbt

Ein Ende erinnert an die ursprünglichen Farben, ist aber viel viel dunkler, das andere Ende kann schon als schwarz bezeichnet werden.

Aber – egal – ICH HABE GEFÄRBT – und bald geht es richtig los, da wird Sockenwolle gefärbt und dann …. (ja, ich habe einen Höhenflug) ….. dann wird es richtige Pulloverwolle. Natürlich für einen guten Zweck, nämlich für den CPH und für mich, juhu !

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Schon zum zweiten Mal habe ich in verschiedenen Blogs gelesen, daß
Wollkäufe vor dem Ehemann verheimlicht werden. Mich würde interessieren:
Weiß Euer Mann, welche Menge an Wolle Ihr gehortet habt? Wie schmuggelt
Ihr Neuzugänge ins Haus, und wo sind die geheimen Lager?

Vielen Dank an Martina (die sich ebenfalls als heimliche Sammlerin bezeichnet) für die heutige Frage.

Liebes Wollschaf,

so viel Heimlichkeit ! Das gibt es bei mir nicht. Wenn etwas im Laden gekauft wird, zeige ich es meistens, wobei es den Herrn des Hauses nicht unbedingt immer interessiert. Fällt jedoch z.B. ein Pullover für ihn ab, hat er großes Interesse an der Auswahl und Bestellung der Wolle. Kommt hingegen ein Paket mit handgefärbter oder Sockenwolle, so erwähne ich nur dass und nicht wieviel neue Wolle angekommen ist.

Für das Projekt „Central Park Hoodie“ bin ich gerade bei der Auswahl der Wolle. Ich hab mir jetzt gedacht, dass ich nicht unbedingt die gleiche Wollstärke nehmen muss, wie in der Anleitung. Vielleicht etwas dünnere Wolle, vielleicht Tweed. Vielleicht Rowan felted Tweed aber das kosten ja 50 Gramm 7,80 EUR – 7,95 EUR zzgl. Versandkosten. Dann gibt es noch Scottish Tweed 4 Ply, aber dies für 4,60 EUR für 25 Gramm, oder Rowan Scottish Tweed DK für 8,25 EUR (50 Gramm). Also die Firma Rowan ist ganz schön teuer. Also vielleicht keine Rowan-Wolle ?!

In vielen Blogs bewundert und nun meins – das Buch „a fine fleece“ von Lisa Lloyd. Obwohl es anfänglich ums Spinnen geht, sind die im Buch vorgestellten Modelle ganz mein Geschmack. Rustikaler Zopfmuster- (Aran) Style, tolle Farben und wirklich mal Modelle, die ich so noch nicht gesehen habe. Auch ganz im Stil des CPH, dessen Planung nun in die Endphase kommt. Ich bin begeistert, ich hab selten so ein schönes Buch gesehen. Tolle Fotos, tolle Projekte und Druck und Gestaltung wurden sehr gut umgesetzt.

a fine fleece

Ein altes Strickbuch aus dem Jahre 1975 ist bei mir eingezogen: Bäuerliches Stricken, Alte Muster aus dem alpenländischen Raum. Es enthält ein bißchen Geschichte, ein paar Fotos und viele viele Strickmuster, die auch heute durchaus nachgestrickt werden können. Lediglich die Strickschrift ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten alles in allem ein toller Kauf beim Antiquariat meines Vertrauens.

Es gibt noch einen zweiten Teil, vielleicht kann ich den auch noch preisgünstig ergattern.

Später waren es sogar drei Bände, denn das Buch wurde in den 80iger und 90iger Jahre jeweils nocheinmal aufgelegt.

Bäuerliches Stricken

Ein bißchen sieht das Foto aus, wie durch ein Fischaugenobjektiv fotografiert. Keine Ahnung, woran das liegt. Es ist auf jeden Fall ordentlich verzerrt. Naja, soll ja nur der Illustration dienen.

Socken 04/2008

Die Socken 4/2008 sind fertig. Richtig toll sind sie geworden:

  • italienischer Anschlag
  • Regia Brasil Color
  • Größe 38
  • selbstgewähltes Zopfmuster
  • und natürlich für mich.

Aber – nach den Socken ist vor den Socken – die nächsten sind schon in Planung und diesmal aus handgefärbter Wolle.

Das Wollschaf fragte:

Hallo liebes Wollschaf,mir ist heut morgen, beim Einpacken meines Strickzeugs für die Mittagpause folgende Frage eingefallen:
Wie verpackt ihr euer Strickzeug, wenn ihr es mit nehmt? Wie sorgt ihr dafür, dass die Nadeln nicht rausrutschen, abbrechen oder sich durch Innenfutter oder Taschenwand bohren?
Vielen Dank an Herzdame für die heutige Frage!

Liebes Wollschaf,

also ich bin eher der unordentliche Typ, dem auch mal schnell die Maschen von den Nadeln rutschen, denn es ist in der Tasche alles ungesichert. Beim Sockenstricken kommt noch dazu, dass ich am liebsten die 15 cm Nadeln verwende, da sind die Maschen noch schneller runter als bei den längeren Nadeln. Aber in den englischen bzw. amerikanischen Strickzeitungen gibt es Protektoren für das Strickgut, die Nadeln kommen in eine Hülle, das Strickgut guckt unten raus. Das ist eine tolle Erfindung, mit der ich schon liebäugele.

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