April 2009


Mhmmm, sieht das nicht lecker aus ?

Mehr gibts hier, und wer jetzt Appetit bekommen hat, der stürme die nächste Bäckerei oder seinen Kühlschrank.

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Kaum sitzt man im Bus der BVG und niest, wird man angeschaut, als wäre man Mrs. Mexiko-Grippe persönlich. Entspannt euch, Leute ich habe nur Heuschnupfen !

Vielleicht sollte ich mir ein Stirnband nähen:

vorn: „Ich war noch nie in Mexiko“

hinten: „Ich habe NUR Heuschnupfen“

Also wirklich !

Zwar brauche ich nicht unbedingt und dringend neue Wolle, aber beim Bestellen von Färbewolle und Farbe ergab sich da so etwas:

wollenachschub

Mit im Karton war 1x Evilla-Garn mit einer Lauflänge von 800 m/100 Gramm. Also eine echte Herausforderung, denn so dünnes Garn habe ich noch nie verstrickt.

evillagarn2

Die Farben sind sensationell, und weil die mir soooo gut gefallen haben, orderte ich gleich noch Kauni-Wolle in ähnlichen Farben. Das soll ein Pullover werden, ganz einfach, der schon durch seinen Farbverlauf wirkt.  Kauni habe ich noch nie verstrickt, die Wolle sieht jedenfalls sehr gut aus.

kauni1

Übrigens passt in jeden noch so kleinen Karton ein Kater rein.

miezingerimkarton

Bestellt habe ich übrigens hier und bin sehr zufrieden. Die Bestellung kam sehr schnell, alles lief reibungslos und ein paar Zugaben haben mich wirklich erfreut.

Jetzt habe ich sie auch, die neue Verena 2/2009.

Der Verlag hatte mein Abo vergessen, eine Telefonnummer gibt es auf der Homepage nicht. E-Mails an die dort genannte Mailadresse „abo@verena-stricken.com“ kamen als nicht zustellbar zurück. Also habe ich das Kontaktformular benutzt und bekam die alte Verena 1/09 zugeschickt. Prima, aus der hatte ich aber bereits meinen Ährenpullover gestrickt. Jedoch war auf dem Umschlag endlich die gewünschte Telefonnummer und der Irrtum schnell aufgeklärt. Was ich immer noch nicht habe, ist eine Kundennummer, damit ich den Kundenbereich der Website auch nutzen kann. Da muss ich wohl noch einmal telefonieren ….

Aber erstmal zum Heft. Es ist halt ein Sommerheft und grundsätzlich nicht so richtig etwas für mich. Einige Teile sind ganz nett und wenn ich gar nicht wüsste, was ich stricken soll, würde ich auch in diesem Heft etwas finden. Richtig gut gefällt mir das Tuch von Christine Nöller, das ist sehr schick. Das Muster sieht machbar aus, die Charts scheinen verständlich. Völlig unverständlich ist jedoch die verbale Anleitung. Entweder ist die Anleitung zu knapp, oder aber das ist der Stil der Autorin. Der hatte mir ja schon bei dem Buch „Ajour, Lace oder einfach nur Löcher“ nicht gefallen. Schade, denn sonst hätte ich das Tuch sicher auf meiner to-do-Liste.

verena-sommer-2009

tuch-christine-noller

Voila, ich habe wieder einmal basteln lassen und bin mit dem Ergebnis schon sehr zufrieden, obwohl es sich lediglich um einen Prototypen handeln soll:

stricknadelhalter

Die Maschen rutschen beim Transport des Strickzeugs in der Tasche nicht mehr runter, das Dings sitzt bombenfest und passt genau auf meine Lieblingssockennadeln, die allesamt nur 15 cm lang sind.

Es besteht aus zwei Holzzylindern, die aufgebohrt worden sind und einem Stück festen Gummi. Da ich immer zwei Socken gleichzeitig, aber auf zwei Nadelspielen stricke, ist das Teil auch zum gleichzeitigen Transport beider angestrickter Socken brauchbar.

Ich habe ein Unterwegs-Projekt angestrickt. Die Sockenwolle stammt aus eigener Färbung des vergangenen Jahres. Die etwas unruhigen Farben duldeten kein Muster, also aufgeribbelt und 3 links, 2 rechts und basta. Die Socken sind für mich. Gestrickt wird wie immer toe-up. Ich habe einen neuen Anfang ausprobiert. Nach anfänglicher Fummelei und der Erkenntnis, dass man den Knoten zum Aufstricken der Maschen bei dieser Methode sofort wieder entfernen sollte, finde ich diese Art des Beginns ganz toll.

Meine bisherige Methode – Maschenanschlag mit Hilfsfaden, dann ein Rechteck stricken und ringsum alle Maschen aufnehmen – war doch viel umständlicher.

angestrickt-socken1

angestrickt-socken

Das Grün in der Wolle erscheint beim Fotografieren immer als Blau. Egal, es ist und bleibt Grün !

Am kommenden Sonntag sind die Berliner aufgerufen, über die Einführung des Religionsunterrichts als mit dem Ethikunterricht gleichberechtigtes Wahlpflichtfach abzustimmen. Kurz – es geht um die Einführung des Religionsunterrichtes als reguläres Unterrichtsfach. Die Plakataktion der Befürworter über eine Wahlfreiheit ist da eher irreführend, denn neben dem Pflichtfach Ethik gab es auch bisher schon die Möglichkeit, den Religionsunterricht zu besuchen. Freiwillig.

Die Einführung des Religionsunterrichts als reguläres Unterrichtsfach ist im eher konfessionslosen Berlin mit immer mehr Kindern mit Migrationshintergrund sicher nicht erforderlich. Jeder, der es möchte, kann sich bisher auch schon zum Religionsunterricht der beiden großen Kirchen anmelden. Und es sind nicht die Kirchen allein, die Werte vermitteln können. Gesellschaftliche und menschliche Werte müssen vor allem aus den Familien kommen, ergänzend dazu werden Werte religionsübergreifend im Ethikunterricht bereits vermittelt. Dort kann auch die Vielfalt der Religionen erläutert werden, die Kinder – egal welcher Konfession – lernen dort gemeinsam. M.E. ist das ein guter und ausreichender Ansatz. Die Religion selbst sollte Privatsache und in der Familie bleiben, dafür kann nicht auch noch die Schule und der Staat verantwortlich sein.

Die Abstimmung mit „nein“ bedeutet also, dass es beim gemeinsamen Ethikunterricht als Pflichtfach für alle Schüler bliebt und Religionsunterricht nach wie vor belegt werden kann.

Die Abstimmung mit „ja“ bedeutet, dass die Schüler entweder Ethikunterricht oder Religionsunterricht als Wahlpflichtfach belegen müssen, die Schüler lernen nicht gemeinsam.

Die Argumente der Befürworter und Gegner der Kampagne kann man hier und hier noch einmal nachlesen.

Die Befürworter haben ganze Straßenzüge mit Plakaten überladen, jede Laterne hat ein Plakat, so der Weg von der Leipziger Straße bis zum Potsdamer Platz, mein morgendlicher Arbeitsweg:

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